Veröffentlicht am 12.09.2023
Gemeinsam etwas für die Region bewegen
Herausragende Frauen zu finden und auszuzeichnen, das ist das Ziel des BVMW Unternehmerinnen Award Oberfranken, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen wird.
Mit der Auszeichnung ehrt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) Unternehmerinnen in den Kategorien „Unternehmerin des Jahres“, „Startup Unternehmerin des Jahres“ und „Herzenspreis – die Frau im Unternehmen“. Die Wodzak.Littig Personalberatung unterstützt den Award von Beginn an (2019 und 2021) und ist durch seine Inhaberin Annette Wodzak-Littig auch in der Jury vertreten.
Titelbild: v.l. Kerstin Rank, Ehrensache D/V GmbH & Co. KG (Gewinnerin 2019), Annette Wodzak-Littig, Inhaberin Wodzak.Littig Personalberatung, Barbara Bazalinska, Geschäftsführerin AK Europe (Gewinnerin 2021); © BVMW Oberfranken
Lesen Sie in diesem Artikel:
- BVMW Unternehmerinnen Award Oberfranken: Bewerbungsphase läuft
- Warum die Kategorie „Start-up“?
- Warum es nach wie vor wichtig ist, Frauen zu fördern?
- Die Bedeutung des Awards für die Region
Aller guten Dinge sind drei. Warum hat sich die Wodzak.Littig Personalberatung entschlossen, wieder als Partner des Awards zu fungieren?
Eine Initiative wie dieser Unternehmerinnen-Award benötigt die Verlässlichkeit seiner Partner. Das Sponsorship eines Events ist nur glaubwürdig, wenn man nicht gleich nach der ersten Veranstaltung aussteigt. Wir möchten etwas bewirken und das funktioniert nicht sofort. Es braucht seine Zeit, Botschaften in die Köpfe der Menschen zu bringen, dauerhafte Aufmerksamkeit zu erlangen und Beteiligte zu Multiplikatoren zu machen.
Ihr sponsert erneut die Kategorie „Start-up Unternehmerin des Jahres”. Habt ihr nie überlegt, die Kategorie zu wechseln?
Nein, tatsächlich nie. Wir beobachten bereits seit Jahren die deutsche Start-up-Szene. Denn hier spiegeln sich nationale und internationale Trends verschiedenster Branchen und gesellschaftlicher Entwicklungen wider. Insbesondere in Start-ups entstehen oftmals neue Berufsbilder (z. B. Diversity Manager), neue Leadership-Methoden oder New-Work-Angebote wie Workation. Junge innovative Unternehmen ziehen häufig Fachkräfte aus dem Ausland an und sorgen somit auch dafür, dass die Arbeitnehmerschaft in Deutschland internationaler wird. Darüber hinaus wollen wir insbesondere Frauen unterstützen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und ein eigenes Unternehmen gründen. Denn trotz vieler Veränderungen ist der Frauenanteil in der deutschen Gründerszene weiterhin niedrig. Laut einer ifo-Studie aus dem Jahr 2022 sank der Frauenanteil an Unternehmensgründungen besonders im ländlichen Raum. 2021 lag der Frauenanteil der im Handelsregister erfassten Gründungen bei nur 16 Prozent. Besonders stark ist der weibliche Gründungsanteil in westdeutschen, ländlichen Kreisen zurückgegangen. Außerhalb von Großstädten beträgt er in Westdeutschland lediglich 13 Prozent. 2012 waren es noch 17 Prozent. Ein entscheidender Faktor ist weiterhin die fehlende Kinderbetreuung. In Regionen, die diesbezüglich besser aufgestellt sind, gründeten Frauen mehr neue Unternehmen: So lag der Anteil an Gründerinnen in Großstädten und ostdeutschen Landkreisen bei 19 Prozent und 14 Prozent im Jahr 2021.
Warum ist es so wichtig, Frauen speziell zu fördern?
Nach wie vor gibt es geschlechterspezifische Einschränkungen, die eine dauerhafte Gleichstellung von Männern und Frauen im Management verhindern, zum Beispiel Equal Pay oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich nicht nur in den deutschen Führungsetagen, sondern auch, wie eben erwähnt, in der Gründerszene wider. Somit sind Frauen in diesen Bereichen kaum sichtbar. Wir wollen ihnen mit dem Award und der damit einhergehenden Berichterstattung mehr Sichtbarkeit geben und ihre Namen öffentlichkeitswirksam in die Region tragen.
Apropos, welche Bedeutung hat der Award für die Region?
Der Award ist in vielerlei Hinsicht wichtig für die Region. Bei uns ist der Mittelstand sehr stark. Aber von den rund 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland werden lediglich 16 Prozent bzw. 757.000 von Frauen geführt. Wer sind diese Frauen? Kaum jemand kennt sie. Nur wenige kommen in der regionalen Berichterstattung vor. Der Umstand, dass bundesweit 44 Prozent der Frauen ihr Unternehmen im Nebenerwerb gründen, trägt nicht unbedingt dazu bei, dass sie als „echte“ Unternehmerinnen wahrgenommen werden. Leider.
Wir wollen den Unternehmerinnen und Gründerinnen aus Oberfranken mehr Sichtbarkeit geben und zeigen, was für interessante und erfolgreiche Frauen in der Region leben und arbeiten. Wir stellen nicht nur die Frauen vor, sondern auch ihre Tätigkeit und Wirkkraft für die Region. Das zahlt auf jeden Fall auf das Image von Oberfranken ein und könnte sehr gut für das Standortmarketing genutzt werden. Die Wirtschaftsförderung Bayreuth beispielsweise hat schon vor einiger Zeit eine Social-Media-Kampagne mit erfolgreichen Frauen aus Bayreuth und dem Umland gefahren. Aber die regionale Presse könnte hier noch mehr unterstützen und den Unternehmerinnen und Gründerinnen aus Oberfranken mehr Raum geben. Zum Beispiel mit einer Serie und mit einzelnen Porträts. Das wäre toll. Zudem sollte man nicht vergessen, welche Vorbildfunktion diese Frauen haben. Sie motivieren Mädchen und junge Frauen, ebenfalls mutig zu sein und für berufliches Ziel etwas zu wagen. Noch ein Grund, sie in die Öffentlichkeit zu bringen.
Entweder Bewerbung abschicken oder Kandidatin vorschlagen
Noch können Interessierte sich für den BVMW Unternehmerinnen Award Oberfranken 2023 bewerben. Bewerbungsschluss ist der 17. September 2023. Die Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per E-Mail an assistenz.oberfranken@bvmw.de. Möchten Sie vielleicht eine Unternehmerin oder eine Start-up-Gründerin für eine der drei Kategorien vorschlagen? Dann schreiben Sie uns unter info@wodzak-littig.de.
Die Verleihung der Awards findet am 14. November 2023 im Porsche Zentrum Bayreuth statt. Die Awards werden gestiftet von der VR Bank Bayreuth-Hof eG, vom Landkreis Bayreuth und der Wodzak.Littig Personalberatung.
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