Veröffentlicht am 10.02.2021

Dauerbrenner Social-Media-Recruiting

Im digitalen Zeitalter führt kein Weg an den sozialen Netzwerken vorbei. Das betrifft auch das Recruiting. Im Social-Media-Recruiting steckt viel Potenzial, wenn man eine Strategie, Expertenwissen und Durchhaltevermögen hat. Wir geben Tipps für ein erfolgreiches Social-Media-Recruiting.

Lesen Sie in diesem Artikel:

  • Potentiale in den sozialen Netzwerken
  • Checkliste für Social-Media-Recruiting
  • Die zentralen Plattformen der B2B-Kommunikation: Xing und LinkedIn

Dauerbrenner Social-Media-Recruiting

Zum Jahresanfang ist es üblich, einen Blick aufs neue Jahr zu werfen und Trends zu eruieren. Auch wir haben das in den vorherigen Jahren getan und neue Aspekte und Tendenzen im Recruiting und in der Arbeitswelt vorgestellt. 2021 haben wir allerdings beschlossen, keine Liste mit Trends zu erstellen. Denn wir sind überzeugt, dass das Rad in diesem Jahr nicht neu erfunden wird, sondern dass sich viele Entwicklungen, die sich in der Corona-Krise herauskristallisiert oder verstärkt haben, nun fortgesetzt werden. Das ist auch gut so, denn bei vielen Dingen muss man Geduld haben, bevor sie richtig rund laufen und man den Erfolg auch messen kann. Das zeigt das Beispiel Social-Media-Recruiting.

 

Viel Potenzial in den sozialen Netzwerken

Social-Media-Recruiting ist unbesehen ein wahrer Dauerbrenner der modernen Personalbeschaffung und liegt damit weiterhin im Trend. Vielleicht denken Sie, dass diese Recruiting-Methode nicht wirklich etwas Neues ist – aber nach wie vor wird von einigen Unternehmen die Personalfindung in den sozialen Netzwerken lediglich als kostengünstige Recruiting-Variante angesehen, die man mal so nebenbei nutzt. Dabei sind die sozialen Medien jene Kanäle, in denen sich die Menschen heutzutage bewegen (s. Tabelle). Nicht nur, dass die Digitalisierung weiter voranschreitet, die Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns haben diese Entwicklung sogar noch beschleunigt. Kaum ein anderer Kommunikationskanal bietet so viele Möglichkeiten, authentisch und schnell mit den unterschiedlichen Zielgruppen – und damit auch mit potenziellen Kandidat*innen – zu kommunizieren. Zudem können die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken detailliert gemessen und dadurch bessere Entscheidungen getroffen werden.

Der wohl größte Vorteil liegt aber in dem großen Potenzial, das im Netz „schlummert“. Ein riesiger Talentpool, in dem Unternehmen fischen können. Denn gerade dort kann man wechselwillige Kandidat*innen ansprechen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind oder nur passiv nach einem neuen Job suchen.

 

Top 10 Social Media Nutzung in Deutschland (Quelle: Statista.com)

Expertise und Zeit sind gefragt

Gleichwohl verlassen sich viele Firmen in Deutschland aufgrund fehlender Social-Media-Expertise nach wie vor stärker auf die eigene Homepage oder auf klassische Jobportale wie StepStone oder Monster. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels kann man nicht darauf warten, dass die passenden Bewerber*innen vorbeigesurft kommen. So wird bislang meist das Potenzial des Social-Media-Recruitings und Active Sourcings nicht wirklich ausgeschöpft. Oftmals fehlen außerdem die Mittel, um innerhalb des Betriebs eine Vollzeitkraft für das Social-Media-Marketing und Active Sourcing einzusetzen. Aber Know-how und Zeit sind auf jeden Fall vonnöten, um erfolgreich bei der Personalfindung in den sozialen Medien zu agieren. Mit ein paar Posts und Stories in den größten Netzwerken ist es nicht getan. Wer zudem Monitoring und Erfolgsmessung weglässt, um Zeit zu sparen, darf sich nicht wundern, warum die Anwerbung über Social Media nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Gerade hier ist Durchhaltevermögen gefragt. Für ein erfolgreiches Social-Media-Recruiting, dass Sie intern abwickeln könnten, gilt es Folgendes zu beachten:

 

Checkliste für Social-Media-Recruiting:

  • Entwicklung einer Strategie
  • Entscheidung über den/die Social-Media-Verantwortliche/n
  • Definition der Zielgruppe
  • Danach Auswahl der passenden Social-Media-Kanäle
  • zielgruppengerechte Ansprache
  • Content-Marketing (Texte, Bilder, Videos) und Employer Branding
  • Kreation von ansprechenden und informativen Stellenanzeigen (bitte kein Foto von einer Print-Anzeige einstellen!)
  • gezielte Platzierung der Jobangebote
  • authentische Kommunikation
  • Schaltung bezahlter Anzeigenformate
  • Monitoring
  • Erfolgsmessung

Darüber hinaus sollten Sie überlegen, ob Sie im Bereich Active Sourcing mit einem externen Dienstleister zusammenarbeiten sollten. Denn gerade diese Methode des Recruitings ist mit einem hohen Zeitaufwand und Search-Expertise verbunden. Zudem kann die Personalberatung Sie bei der zielgruppengerechten Platzierung Ihrer Stellenanzeigen unterstützen, indem sie auf ihren eigenen Kanälen die Jobangebote postet. Wir sind beispielsweise auf Facebook, Instagram, XING und LinkedIn vertreten.

XING und LinkedIn: Talente zum Greifen nah

Zwei Kanäle sind im Social-Media-Recruiting ganz entscheidend: Die beruflichen Netzwerke XING und LinkedIn haben sich zu den zentralen Plattformen der B2B-Kommunikation entwickelt. An ihnen führt kein Weg vorbei, wenn man erfolgreich im Social-Media-Recruiting und im Active Sourcing unterwegs sein möchte – vor allem im Executive Search. Die ARD/ZDF-Onlinestudie kann keine Unterschiede zwischen XING und LinkedIn bei deutschen Nutzer*innen feststellen und attestiert sowohl für LinkedIn als auch für XING 2,8 Millionen wöchentlich und unter 1 Million täglich aktiver Nutzer*innen in Deutschland.

XING ist auf dem deutschen Markt etabliert

Bei der Anzahl der Nutzer*innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat XING leicht die Nase vorn. Das Business-Netzwerk verfügt über 19 Millionen Mitglieder in Deutschland (ca. 16. Mio.), Österreich und der deutschsprachigen Schweiz (jeweils ca. 1,5 Mio.). Ähnlich wie bei LinkedIn lassen sich auf XING B2B-Entscheider besonders gut erreichen. Die in Deutschland beheimatete Plattform macht dazu sogar genaue Angaben: Lediglich 2 Prozent aller XING-Nutzer sind Studierende oder Praktikant*innen. 47 Prozent sind Personen mit Berufserfahrung, 18 Prozent Manager*innen, 16 Executives (VP, SVP, etc.) und 12 Prozent Senior Executives (CEO, CFO, etc.).

 

Karrierestufen der Xing Nutzer*innen in Deutschland (Quelle: Xing.de)

LinkedIn ist internationaler und interaktiver

LinkedIn wird in der DACH-Region nach eigenen Angaben von 16 Millionen Menschen genutzt, weltweit sind es über 740 Millionen. Das aus Kalifornien stammende Netzwerk ist in den vergangenen zwei Jahren interaktiver, vielfältiger und persönlicher geworden. Beispielsweise kann man jetzt wie bei Facebook und Instagram Stories auf LinkedIn posten. Zudem wurden einige neue Features wie Online-Weiterbildungsangebote (LinkedIn Learning) gelauncht.

Mittlerweile wird LinkedIn weltweit von 50 Millionen Unternehmen genutzt. Auf der Plattform werden 55 Bewerbungen pro Sekunde eingereicht. Über 20 Millionen offene Stellenausschreibungen sind bei LinkedIn Jobs zu finden. Besonders unter Akademikern ist LinkedIn beliebt, wie der Adecco Stellenindex zeigt. Demnach werden 46 Prozent aller ausgeschriebenen Positionen, die sich an Fachkräfte mit Studienabschluss richten, dort veröffentlicht. Ohne Zweifel ist LinkedIn internationaler, dafür ist XING schon viel länger im deutschsprachigen Raum etabliert.

Allein die beiden Business-Netzwerke zeigen, wie intensiv man sich mit Social Media auseinandersetzen muss, um seine Zielgruppe zu eruieren und aktiv anzusprechen. Das ist zwar keine Raketenwissenschaft, aber benötigt Planung, Zeit und Durchhaltevermögen, um die für sich passenden Fach- und Führungskräfte zu finden.

Sollten Sie überlegen, mit einem Dienstleister im Bereich Social-Media-Recruiting zusammenzuarbeiten, können wir Ihnen unsere Expertise anbieten – ergänzt durch unsere eigenen Datenbanken. Kontaktieren Sie uns!

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