Unzufriedene Mitarbeiter sind Ihre Chance!

Unzufriedene Mitarbeiter sind Ihre Chance!

 

Erstaunlich, aber wahr. Unzufriedenheit im Job ist für viele Arbeitnehmer kein Grund, die Anstellung zu wechseln. Lediglich 45 Prozent der Unzufriedenen planen, das Unternehmen zu verlassen. Das belegt die aktuelle Arbeitnehmerstudie „Recruiting & Retention 2018“ von Superunion Germany und MAS Partners, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde.

Doch warum zögert mehr als die Hälfte der unzufriedenen Mitarbeiter, sich aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz umzuschauen? Generell sehen sie (noch) keine bessere Alternative oder empfinden einen Jobwechsel als zu großen Aufwand. Die Folgen für den Arbeitgeber sind gravierend: Unzufriedene Arbeitnehmer bringen sich nicht aktiv ein, verlangsamen Prozesse und tragen ihre negative Stimmung oft ins Team. Sie melden sich zudem häufiger krank und verhalten sich selten kundenorientiert. Dadurch wirkt diese Gruppe von Angestellten signifikant negativ auf die Arbeitgebermarke ein.

Wie so oft liegen Leid und Freud nah beieinander, denn für andere Unternehmen ergibt sich genau hier die Chance, qualifizierte Mitarbeiter abzuwerben. Unzufriedene Mitarbeiter neigen zwar zur Bequemlichkeit, wenn es um den eigenen Jobwechsel geht, neugierig, was der Arbeitsmarkt zu bieten hat, sind sie aber doch. So werden von ihnen schon beispielsweise Stellenanzeigen gelesen, im XING-Profil der Wille zum Wechsel angegeben oder im Facebook-Account der Unmut über den Job thematisiert. Hier greift das Active Sourcing ‒ also Recruiting-Maßnahmen, mit denen auch passive Kandidaten erreicht werden. Eine unserer Dienstleistungen, die immer stärker nachgefragt wird.

Aber auch für den Arbeitgeber, der mit unzufriedenen und demotivierten Mitarbeitern konfrontiert ist, ist noch nicht alles verloren. Denn durch die gezielte Förderung dieser Person(en) kann das Blatt noch gewendet werden. Verschiedene Studien belegen, dass für die Steigerung der Zufriedenheit im Job die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens entscheidend sind. Erst danach spielt die Bezahlung eine wichtige Rolle.

Bietet man also unzufriedenen Mitarbeitern neue Entwicklungsmöglichkeiten und Verantwortungsbereiche innerhalb des Unternehmens an, empfinden sie sich wieder wertgeschätzt und respektiert. Folglich steigt die Motivation, sich zu engagieren. Diese Arbeitnehmer fühlen sich wieder stärker mit dem Unternehmen verbunden und sind bereit, mehr zu leisten.

Es ist kein Geheimnis, dass motivierte Arbeitnehmer die Basis für den Erfolg eines Unternehmens bilden. Wir zeigen Ihnen mit unseren Personalmanagement-Leistungen, wie Sie Ihre Mitarbeiter optimal aufstellen.

Viele verschiedene Aspekte spielen dabei eine Rolle ‒ auch das Verhältnis von Berufs- und Privatleben. Die viel diskutierte Work Life Balance versucht private und berufliche Interessen in Einklang zu bringen und wird von den Arbeitnehmer immer stärker eingefordert. Eine gute Work Life Balance ist wichtig für die Lebensqualität und Gesundheit – das ist richtig – aber oft wird dabei übersehen, dass die Forderung nach mehr Privatleben auch einschneidende Folgen für die Besetzung von Führungspositionen hat. Diesem interessanten Thema widmen wir uns demnächst in einem separaten Beitrag in unserem Blog. Bleiben Sie dran!

 

13.02.2019 / Autoren: Yvonne Wodzak, Annette Wodzak-Littig

 

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