Flexibilisierung in der neuen Arbeitswelt, Auswirkungen auf die Personalarbeit

Flexibilisierung in der neuen Arbeitswelt, Auswirkungen auf die Personalarbeit

Die Stichworte demografischer Wandel, Digitalisierung oder Flexibilisierung, sie alle bewirken viele gesellschaftliche Veränderungen und auch Auswirkungen an die moderne Personalarbeit.
Die vielseitigen Formen moderner Kommunikation und die Digitalisierung bringen es mit sich, dass eine ständige Anwesenheit im Büro nicht mehr notwendig ist.
Sowohl auf der Arbeitnehmer- wie auch teilweise auf der Arbeitgeberseite besteht ein großes Interesse an flexiblen Arbeitsbedingungen.

So ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, dass „viele Jobs (…) dank digitaler Technologien zu jeder Zeit und von jedem Ort aus erledigt werden “ können, wie Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder im Gespräch mit HRM erklärt.
Die wesentlichen Vorteile sind die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben.

Allerdings ist die Kehrseite, dass die Arbeitszeit nicht mehr klar zeitlich abgegrenzt ist und der Mitarbeiter oft eine ständige Bereitschaft mitbringen soll. Die Arbeitgeber möchten natürlich die Arbeitsleistung abrufen, wenn sie benötigt wird – unabhängig von ‚nine to five’.

Wichtige Diskussionspunkte sind der Umgang mit dem Thema Vertrauen hinsichtlich der Arbeitszeitsouveränität und der Kontrolle der Arbeitsergebnisse.

Bettina Wallbrecht von HRM (Fachartikel bei HRM vom 17.10.2017: „HR in Zeiten von Digitalisierung und Flexibilisierung“) führt aus, dass diese neue Arbeitswelt Auswirkungen auf das Arbeitsrecht mit sich bringt und sich die Personalabteilungen entsprechend darauf einstellen müssen.
So schreibt sie, dass die flexiblen Arbeitsbedingungen gleichzeitig flexible Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle benötigen.

Insgesamt müssten das Arbeitsrecht und v.a. das Arbeitszeitgesetz unbedingt an die Anforderungen der digitalen Welt angepasst werden, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern.
Denn die aktuelle Situation zeige bereits, dass Arbeitsverhältnisse mit einer 40-Stunden-Woche und Anwesenheitspflicht am Arbeitsort des Arbeitgebers immer unattraktiver werden.
Gerade bei unserem stark umworbenen Personalmarkt, bei dem wir einen Engpass an geeigneten Fach- und Führungskräften erleben, ist dieser Aspekt besonders wichtig.

Auch in unserer Wodzak.Littig Personalberatung sind wir häufig im Gespräch mit Arbeitnehmern, für die das Arbeiten vom Homeoffice aus erstrebenswert ist.

Für unsere mittelständischen Firmen-Kunden ist dagegen dieser Wunsch oft noch schwierig in die Praxis umzusetzen und eine gewisse Zurückhaltung vorhanden. Als Personalberatung begleiten wir unsere Kunden und können auf eigene positive Erfahrungen zurückgreifen.

 

Dazu mehr im nächsten Artikel auf ‚Wissenswertes’!

16. Oktober 2017 / S. Hörtig

 

 

Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com